Bilder sind mächtig. Sie bewegen und wirken mehr als noch so viele Worte. Wir Menschen sind visuelle Wesen und nehmen unsere Umwelt auch so wahr. Während wir uns mühsam Sätze und Texte erarbeiten müssen, verstehen wir Emotionen und Situationen in Bildern nahezu intuitiv. Wir verbinden mit ihnen tiefe Emotionen. So kann uns ein Bild von einem friedlichen Bachlauf in einem herbstlichen Wald beruhigen und entspannen, während uns die Aufnahme von einem wilden Löwen während der Jagd aufwühlt. Diese Gefühle können wir weder steuern noch großartig beeinflussen. Dafür sind sie zu tief in uns verankert und gehen bis auf die Entstehungsgeschichte der Menschheit zurück. Für unsere Vorväter (und Vormütter) war es extrem wichtig, die Welt um sie herum sofort richtig einschätzen zu können. Droht mir Gefahr? Oder bin ich hier sicher?

Unsere Welt hat sich verändert. Die Seele nicht

In unserem heutigen Alltag droht uns nur sehr selten noch die Gefahr, von einem Raubtier gefressen zu werden. Dennoch sind wir noch immer die gleichen Menschen, wie es sie schon immer gab. Und unsere Seele sehnt sich nach Frieden und Geborgenheit. Umso stärker zerren an uns die Belastungen, die mit unserer modernen Welt einhergehen. Termindruck, Stress und das Gefühl, jede Sekunde des Tages funktionieren zu müssen, höhlen uns zunehmend aus. Die Anzahl psychischer Erkrankungen steigt nahezu jährlich an. Allein in den vergangenen fünfzehn Jahren vervierzehnfachte sich die Anzahl von Burnout-Diagnosen in Deutschland. Während 2013 von 1.000 Personen nicht einmal eine Person betroffen war, waren es 2018 schon fast sechs.

Bilder als Therapie

Gerade imaginative Medien und Bilder helfen heute Menschen dabei, die eigene Seele zu entlasten. Immer mehr Therapieformen setzen auf die Macht der Bilder, um Probleme mit der Psyche zu behandeln. Ziel ist es, Menschen ein bisschen Frieden in einer unruhigen Zeit zurückzugeben. Dabei kann schon der Blick auf eine friedliche Waldlandschaft Wunder bewirken. Warum probieren Sie es nicht einfach mal aus?